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TÜRKEI 4   Inneranatolien/ Kappadokien (06.10.06) Unsere Mitreisenden Bekannten Susi und Manfred kannten in Göreme einen hervorragend ausgestatteten Campingplatz mit Waschmaschine, warmen Duschen, europäischen Toiletten, einem Swimmingpool, schattigen Stellplätzen - und das noch mitten in der Tufflandschaft von Kappadokien. 10 mußten wir für den Kaya - Campingplatz pro Nacht/ pro Fahrzeug bezahlen. Ein durchaus angemessener Preis. Direkt vom Campingplatz konnten wir in die einzigartige Tufflandschaft wandern. Die Vorraussetzung für die Entstehung dieser eigenartigen Landschaft war eine mächtige Tuffschicht, die sich aus dem Auswurf der ehemaligen tätigen Vulkane bildete. Das Tuffmaterial ist porös und sehr weich und somit konnten es die Bewohner leicht bearbeiten. In späteren Jahren versteckten sich hier die verfolgten Christen. Auch während der Arabereinfälle vom 7. bis 9. Jahrhundert gaben die Höhlen eine Schutzfunktion ab. In dieser Zeit wurden zahlreiche Klöster, Kirchen und Wohnungen in den Tufffelsen angelegt. Viele Felskirchen sind heute noch gut erhalten. Eine sehr beeindruckende Gegend, die an eine Mondlandschaft erinnert. Fasziniert waren wir von den Sonnen untergängen, da die Landschaft in einem sanften Ockergelb erschien und in ein warmes Licht getaucht wird. Frühmorgens wurden wir durch lautes Fauchen geweckt. Bis zu 25 Ballone, die Körbe vollgepropft mit Touristen, befanden sich am Himmel und fuhren teilweise ganz dicht über den Boden und in die engen Canyons und Schluchten der Tufflandschaft hinein. Es ergaben sich für alle Parteien tolle Fotomotive. Nach ca. 45-60 Minuten landeten die Ballone, um am nächsten Tag wieder zu diesem Schauspiel zu starten. Den Komfort des Campingplatzes nutzten wir aus, es war Wäsche waschen und Großputz im Auto angesagt. Der Staub und der Teer von Anatoliens Straßen und Pisten mußte endlich mal entfernt werden. Man glaubt es ja nicht, aber die Jungs in der Türkei teeren die Straßen und scheuchen die Fahrzeuge anschließend über den frischen Teer. Es gibt also keine Ausweichmöglichkeit, man muß dadurch und das einige Kilometer. Entsprechend versaut sind noch heute unsere Autos. Mit Bremsenreiniger entfernten wir das Nötigste vom Fahrzeug. Ohne uns persönlich einzusauen können wir nun die Türen und Klappen wieder öffnen. In Deutschland wartet dementsprechend noch eine Menge Arbeit auf uns. Die Türken streichen nach solchen Teerfahrten ihre Autos mit Diesel ein, anschließend wird mit einem Hochdruckreiniger der ganze Mist entfernt. Wir hoffen, diese Maßnahme hilft auch uns. An unserem Abreisetag unternahmen wir eine Sightseeing-Tour durch den Nationalpark, die uns u.a. in die Töpferstadt Avanos führte. Auf Anhieb fanden wir einen stadtnahen Parkplatz. Am Ende der Atatürk- Straße befinden sich hier zahlreiche Töpferwerkstätten. Sicherlich waren die Töpferarbeiten sehr kunstvoll, trafen aber nicht unbedingt unseren Geschmack. Zuviel kitschige Motive und zu orientalisch. Nach einer Mittagspause setzten wir unsere Reise fort, es ging Richtung Süden zur Mittelmeerküste.